Die Nordsee

Die rund 575.000 km² große Nordsee, in Dänemark Nordsøen und Vesterhavet („Westmeer“) genannt, wird begrenzt von den Britischen Inseln, Norwegen, Schweden (Skagerrak), Dänemark, Deutschland, den Niederlanden, Belgien und Frankreich. Über das Skagerrak als Teil der Nordsee, das Kattegat, den Kleinen Belt, den Großen Belt und den Öresund ist das Randmeer des Atlantiks mit der Ostsee verbunden. Über die Straße von Dover, einer Meeresstraße zwischen Europa und den Britischen Inseln, ist die Nordsee mit dem Ärmelkanal verbunden, welcher Teil des Atlantischen Ozeans ist. In nördlicher Richtung geht die Nordsee in das Europäische Nordmeer über, das gleichfalls ein Randmeer ist. Der 1895 eröffnete und bis heute mehrfach erweiterte Nord-Ostsee-Kanal schafft eine künstliche Verbindung zwischen Nordsee und Ostsee.

Die Nordsee weist eine Mittelwerttiefe von 94 Metern auf und wird von mehreren Flüssen gespeist, beispielshalber vom Rhein, der Elbe, der Weser, der Themse, der Schelde und der Skjern Å. Das Randmeer ist ein bedeutender Handelsweg, Lebensraum für unzählige Tier- und Pflanzenarten und wird auf verschiedenste Weise vom Menschen genutzt (Erdöl- und Erdgasförderung, Entnahme von Sand und Kies, Fischerei, Tourismus, Windenergieanlagen etc.).