Einwanderung

Dänemark avancierte in den letzten Jahren zu einem begehrten Ziel für Auswanderer, auch Deutsche wollen vom Wirtschaftsboom des Landes profitieren und sehen nicht nur die Chance, der Arbeitslosigkeit in Deutschland zu entgehen – die Arbeitslosenquote in Dänemark betrug 2006 3,8%, 2007 3,5% und im März 2008 3,0% – sondern auch einen besseren Lebensstandard mit entsprechender sozialer Absicherung zu erreichen, ihren Kindern eine bessere Schulbildung und attraktivere Zukunftsaussichten zu ermöglichen, die flexible Familienpolitik Dänemarks zu nutzen und und und…die Gründe für eine Einwanderung sind vielfältig.

Die Politik der letzten 20 Jahre brachte im Zuge der Reformen, wie beispielsweise die Senkung der Unternehmensbesteuerung, die Finanzierung der Sozialversicherung hauptsächlich über Steuern und die Lockerung des Kündigungsschutzes, den Schuldenabbau, eine höhere Wettbewerbsfähigkeit, einen lang anhaltenden Wirtschaftsboom und damit auch die praktische Vollbeschäftigung. In Deutschland lag die offizielle Arbeitslosenquote im Mai 2008 bei 7,8% (saisonbereinigte Arbeitslosenquote 7,9%).

Fachkräfte aus den Nachbarländern werden rekrutiert, um den Bedarf der dänischen Wirtschaft zu decken. Es bestehen Engpässe in den unterschiedlichsten Branchen, vom Bausektor über das Gesundheitswesen bis hin zur Elektroindustrie. Dass viele Unternehmen Englisch als Firmensprache nutzen und in einigen Fällen von staatlicher oder unternehmerischer Seite Sprachkurse für die ganze Familie angeboten werden, macht den Schritt in Richtung Kongeriget Danmark attraktiver.

Auch der bürokratische Weg stellt in aller Regel keine Hürde dar. Ein gültiger Personalausweis oder Reisepass (auch vorläufiger Reisepass) genügt dem EU-Bürger für die Einreise. Ein Aufenthalt von drei Monaten (Touristischer Zweck) beziehungsweise sechs Monaten (Arbeitssuche, Registrierung beim Einwohnermeldeamt) ist möglich. Eine Aufenthaltsgenehmigung wird bei einem längeren Aufenthalt sowie bei Personen mit Erwerbstätigkeit spätestens drei Monate nach Einreise notwendig und im Regelfall bei Vorhandensein einer Erwerbstätigkeit erteilt, als Bestätigung dient ein Arbeitsvertrag oder bei Aufnahme einer selbstständigen Tätigkeit ein aussagefähiger Nachweis hierüber. Weil Änderungen eintreten und Übergangsbestimmungen für Staatsangehörige neuer EU-Mitgliedsstaaten gelten können, sollten sich Interessanten vorab über die jeweilig gültigen Bestimmungen informieren. Die Lebenshaltungskosten in Dänemark sind in bestimmten Bereichen zweifelsohne höher als in Deutschland, beispielsweise was Nahrungsmittel, Getränke, Restaurants und Kultur betrifft, zum Teil jedoch gleich (Wohnraum) oder sogar niedriger (Bekleidung, Transport). Außerdem sind die Kosten in kleineren Städten und ländlichen Gebieten zumeist geringer und die Nutzung von Discountern kann zur Kostensenkung beitragen. Was jedoch unbedingt Beachtung finden muss, sind die Verdienstmöglichkeiten, denn nicht nur die Lebenshaltungskosten und Abgaben sind hoch, auch die Gehälter rangieren innerhalb der EU auf den obersten Rängen. Die positive Einwanderungsrate wird, solange die Bedingungen gleich bleiben, erhalten bleiben, was sich wiederrum auf die Bevölkerungsentwicklung der kommenden Jahre auswirken wird.

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