Insel Lolland

Lolland, südwestlich von Seeland gelegen und durch den Guldborgsund von Falster getrennt, nimmt eine Fläche von knapp 1.245 km² ein. Låland, wie der frühere Name der Insel lautet, zählt, wie auch seine Nachbarinseln, zur Verwaltungsregion Sjælland. Lolland ist Sitz der größten dänischen Zuckerfabrik und daher nicht von ungefähr Mittelpunkt der dänischen Zuckerindustrie.

Außerdem birgt die Insel mehrere bedeutende Vorzeitdenkmäler, darunter Kong Svends Høj, eines der größten Ganggräber des Königreichs. Vor der Südküste der viertgrößten Insel Dänemarks (ohne Grönland und unter Berücksichtigung von Vendsyssel-Thy) findet sich der Nysted Havmøllepark, eine Windparkanlage auf einem Gebiet von 24 km², für deren Bau etwa 1,6 Milliarden dänische Kronen aufgewendet wurden.

Zwischen Rødbyhavn (Lolland) und Puttgarden (Fehmarn) erstreckt sich der Femern Bælt, der durch Fährverbindung (Vogelfluglinie) überwunden wird. Der Bau einer festen Überquerung des Fehmarnbelts wurde im Juni 2007 durch die Einigung der dänischen und deutschen Regierung zumindest auf dem Papier realisiert. 2011 soll mit dem Bau der circa 19 km langen Brücke begonnen werden. Bis 2018 soll die rund 5,5 Milliarden Euro teure Querung fertiggestellt sein, das Königreich Dänemark trägt den größeren Teil der Realisierungskosten. Die Inseln Lolland und Falster sind durch zwei Straßenbrücken, eine Eisenbahnbrücke und einen Straßentunnel verbunden.