Das Gesundheitssystem in Dänemark

Da die Planung, Leitung und Finanzierung der Gesundheitsversorgung in Dänemark in staatlicher Hand – auf nationaler Ebene, auf Bezirksebene und Gemeindeebene – liegt, ist von einem staatlichen Gesundheitssystem die Rede.

Der wohl größte Unterschied zum deutschen Gesundheitswesen und der deutschen Gesundheitspolitik ist die Tatsache, dass in Dänemark die ärztliche Versorgung über Steuern finanziert wird und größtenteils für die Bevölkerung kostenlos ist.

Außerdem existiert nur eine staatliche Krankenversicherung, die jedoch zwei Mitgliedschaftsvarianten anbietet. Für die erste Variante, das Hausarztmodell, hat sich die Mehrheit der Bevölkerung entschieden. Die Versicherten dieser Kategorie sind bei einem niedergelassen Arzt (Umkreis von 10 km) eingetragen, erhalten eine kostenfreie ambulante Versorgung und benötigen für den Besuch eines Facharztes, mit Ausnahme des Augenarztes, des Hals-Nasen-Ohren-Arztes und des Zahnarztes, eine Überweisung von ihrem Hausarzt.

Die zweite Mitgliedschaftsvariante beinhaltet die freie Arztwahl, zudem ist die Überweisung durch den Hausarzt nicht notwendig. Allerdings besteht ein nachteiliger Aspekt in finanziellen Belangen, denn die Ärzte sind bei dieser Patientengruppe nicht an die Tarifordnung gebunden und der Patient muss die Differenz, resultierend aus höhere Tarifen, selbst tragen. Die Zahnarztkosten werden von der staatlichen Krankenversicherung nur bis zum 18. Lebensjahr übernommen, weswegen sich ein Teil der Bevölkerung für den Abschluss einer privaten Zusatzversicherung, welche diese Kosten trägt, entschieden hat.

Zudem übernimmt die private Zusatzversicherung die Eigenbeteilung an Arzneimittelgebühren, diese liegen zwischen 25% und 50%. Für die Einwohner kostenfrei sind ferner die Leistungen der öffentlichen Kliniken. Da die Basisversorgung circa 90% der klinischen Leistungen umfasst und diese in jedem Bezirk gewährleistet werden, die Schwerpunktversorgung hingegen nur von manchen Bezirken abgedeckt wird, existieren Kooperationsvereinbarungen. Doch auch das dänische Gesundheitssystem ist nicht zu 100% problemlos. Um dem Problem der Wartelisten in den Krankenhäusern Herr zu werden, wurde für die dänische Bevölkerung mehr Transparenz und damit mehr Möglichkeiten geschaffen.

Die Bürger können sich im Internet über die Wartezeiten für verschiedene Behandlungen informieren und gegebenenfalls schon frühzeitig eine Ausweichmöglichkeit in Betracht ziehen. Die freie Arztwahl im Bereich der klinischen Versorgung macht es möglich, die Behandlung einer Klinik im Ausland zu übertragen (Bezirksentschluss).

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