Das Schulsystem

Die Analphabetenrate geht in Dänemark gegen Null, allerdings schnitt das Land im Vergleich zu seinen skandinavischen Nachbarstaaten bei den Pisa Studien schlechter ab, weswegen eine Modernisierung des Bildungssystems angestrebt wird.

Verschiedene Reformen und Gesetze wurden bereits verabschiedet, Ziel ist es, dass 2015 wenigsten 50% eines Jahrganges den drittrangigen Bildungssektor – hierzu gehören Fachhochschulausbildungen, Universitäten etc. – nutzen.

Die Schulpflicht besteht vom 7. bis zum 16. Lebensjahr. Die Volksschule (Folkeskole), welche sich in den Primar- und den Sekundarbereich gliedert, wird von einem Großteil der schulpflichtigen Bevölkerung 9 Jahre oder 10 Jahre lang besucht. Da eine Trennung der Schüler in verschiedene Schulrichtungen wie in Deutschland nicht vorgenommen wird, ist die Folkeskole eine Gemeinschaftsschule.

Der Abschluss nach 9 jährigem Schulbesuch – der Folkeskolens Afgangsprøve – entspricht im Deutschen in etwa einem anspruchsvollen Hauptschulabschluss. Es besteht die Möglichkeit, die Folkeskole ein weiteres Jahr zu besuchen und einen erweiterten Abschluss, der im Deutschen dem Realschulabschluss nahe kommt, zu absolvieren. Weil nicht jede Folkeskole eine 10. Klasse und damit eine erweiterte Abschlussprüfung anbietet, kann das 10. Schuljahr auch auf einer Efterskole (Internat) erfolgen. Neben dem Stoff der 10. Klasse steht auch die Weiterentwicklung der sportlichen, künstlerischen und sozialen Kompetenzen auf dem Lehrplan, wobei die Schwerpunksetzung von Efterskole zu Efterskole differenzieren kann.

Die Gebühren für eine Efterskole sind relativ gering, was auch dazu führt, dass Schüler, die noch nicht die Reife für den Besuch eines Gymnasiums aufweisen, den einjährigen Internatsbesuch als Zwischenlösung nutzen. Nach der Folkeskole oder der Efterskole stehen den Schülern diverse Möglichkeiten offen, darunter die Berufsausbildung im dualen System (betriebliche und schulische Ausbildung) sowie eine 3 jährige Oberstufe an einem Gymnasium, die mit dem Studentereksamen, dem dänischen Abitur, abgeschlossen wird.

Wie auch in Deutschland können die Schüler zwischen einem sprachlichen Zweig (sproglig linie) und einem mathematisch-naturwissenschaftlichen Zweig (matematisk linie) wählen. Die Kurse lassen sich in A-Niveau (im Deutschen Leistungskursniveau; 3 Jahre), in B-Niveau (Grundkursniveau; 2 Jahre) und C-Niveau (Grundlegende Einführung; 1 Jahr) untergliedern. Geprüft wird schriftlich (A-Niveau-Kurse) und mündlich (Auslosung von drei Fächern). Das dänische Notensystem, welches 2006 reformiert wurde, reicht von -3 (im Deutschen 6) bis 12 (im Deutschen 1).

Ferner können fachgebundene Hochschulreifen an einem technischen Gymnasium oder einem Handelsgymnasium erworben werden. Das Handelsgymnasium wird mit dem Handelsschulexamen (Højere Handelseksamen) abgeschlossen, das technische Gymnasium mit dem technischen Abitur. Die dänischen Studiengänge sind an einen Numerus clausus gebunden, bei der Vergabe von Studienplätzen steht der Notendurchschnitt im Mittelpunkt, wobei ein gewisser Teil anhand von sozialen Kriterien vergeben wird.

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